Kaufberatung

Käferthias
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Kaufberatung

Beitrag von Käferthias » 22.12.2009, 09:39

Moin!
Ich bin neu hier und hätte gleich mal eine Frage.
Ich kenne mich eigentlich gut mit Fahrzeugen aus, auch mit Französischen, jedoch bin ich mehr in der hydropneumatischen Ecke (Cit Xantia, XM) beheimatet.
Jetzt habe ich von einem Arbeitskollegen ein Fahrzeug angeboten bekommen. "Du kennst dich doch aus mit Franzosen, hast du nicht Interesse...". An einem Renault 25... Ein Renault was? Ich musste schon ein wenig grübeln, bis das Bild dieses Autos vor meinem geistigen Auge entstanden ist. Sieht man ja nicht an jeder Ecke.
Jedenfalls haben wir uns ein wenig unterhalten und ich habe mir die Geschichte des Wagens angehört.
Das Auto hat Erstzulassung 89, ca 180PS (das musste dann der V6 Turbo sein?), Garagenwagen. Grüne Plakette dank Katnachrüstung. Mein Kollege hat das Auto vor ein paar Jahren von seinem Schwiegervater übernommen mit damals ca 70tkm, der Wagen hatte zu dem Zeitpunkt 10 Jahre unbenutzt in der Garage gestanden. Jetzt hat er ca 130tkm auf der Uhr, vom Pendeln zwischen Tübingen und Österreich.
Und jetzt muss der Wagen weg - neuer Job am Wohnort = 1 Auto zu viel.
Der Zustand des Autos soll sehr ordentlich sein. Er hätte Zitat:" Keinen Rost ausser im Motorraum ein wenig, weil da das Salz immer hochgesprizt hat..." Austattung muss ich noch klären - aber einen sprechenden Bordcomputer, der ständig behauptet, die Motorhaube sei offen, obwohl sie zu ist, hat er jedenfalls.
Ich werde mir den Wagen zwischen den Jahren mal anschauen gehen.
Worauf sollte ich besonders achten?
Was ist so ein Auto überhaupt wert?

Gruss
Matthias
Zuletzt geändert von Käferthias am 22.12.2009, 09:51, insgesamt 1-mal geändert.

losangedor
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RE: Kaufberatung

Beitrag von losangedor » 23.12.2009, 13:15

Hallo Matthias,

einen Nachrüst-Kat für die frühen V6 Turbo gab es meines Wissens nie, entweder es ist ein "normaler" V6 mit 110 kW oder ein V6 Turbo Phase II mit 151 kW. Beide bekommen bei Bj. 89 eine grüne Plakette ohne irgendeine Nachrüstung/Umrüstung.

Was ist so ein Auto wert? 150,- bis 1500,- Euro je nach Ausstattung, Zustand und anstehenden Arbeiten.

Auch wenn ein 25er mittlerweile selten geworden ist, wertvoll ist er nicht wirklich - eher eine Geldvernichtungsmaschine, so wie alle Fahrzeuge der Mittelklasse/Oberklasse der 80er Jahre... ;)

Gruß,

Hans-Jürgen

Käferthias
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Beitrag von Käferthias » 23.12.2009, 16:08

Das mit der Geldvernichtung kenn ich. Ich fahre schliesslich XM. Ich sag nur 600 Euro Anschaffung und 3000 Euro Ersatzteilkosten in 3 Jahren.

Ich habe mir den 25er heute mal angeschaut. Es ist in der Tat nur ein 110kw V6 injection. Innenraum Stoffsitze in tadellosem Zustand, alles mögliche elektrisch, von der Sitzverstellung bis zu den Spiegeln. Der spechende Bordcomputer ist der Brüller. :D
Äusserlich steht er gut da, nur eine kleine Roststelle hinten links am Rand des Radlaufs. Keine Durchrostung - Kleinigkeit.
Nicht so schön ist, dass er nicht anspringt. Er dreht zwar, aber zünden ist nicht. Ich hatte nicht ausreichend Equipement dabei, drum hab ich nur schnell in den Verteiler geschaut, was nichts geholfen hat. Die Batterie schien mir etwas schwach, bzw die Umdrehung des Motors irgendwie grenzwertig langsam. Ist mit Starthilfe aber nicht schneller geworden.
Der Vorbesitzer meint, das hätte er schon ein paar mal gehabt, immer bei feuchter Witterung. Mit Anschleppen wäre er einmal wieder angegangen, einmal hätte der ADAC die Zündkerzen getrocknet und sein R25-Spezie aus Mössingen hätte auf einen feuchten Verteiler getippt. Deswegen hab ich auch den Verteiler abgemacht, der war aber trocken...
Was mich auch wundert, ist das Aussehen des Motorraums ansich. Der ganze Motor ist so weiss auskistalisiert, der Kühler hat stark korrodierte Lamellen, alle Blechteile sind angerostet, unschön. Vielleicht ist das auch der Grund für das Problem. Korrosion an irgend einem Massepunkt, an einem Steckverbinder oder irgendein Relais.
Gibt es da irgendwelche üblichen Verdächtigen?

Achja, das Kombiinstrument spinnt auch ein wenig, der Tankgeber zeigt nur manchmal an - bei Citroens würde ich sagen Masseproblem aber hier?

Ich denke, ich werden den Wagen nehmen, wenn ich ihn zum laufen bekomme.

Gruss
Matthias
Zuletzt geändert von Käferthias am 23.12.2009, 16:09, insgesamt 1-mal geändert.

losangedor
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Beitrag von losangedor » 23.12.2009, 17:39

Hallo Matthias,

die üblichen Verdächtigen: OT-Geber (sollte so 200 Ohm Widerstand haben) und Zündspule (da hängt auch direkt der Drehzahlmesser mit dran). Massefehler hatte ich beim 25er bisher eigentlich nicht... :rolleyes:

Die Korrosionsschäden sind wohl vom Salz verursacht, einfach abwaschen und damit leben. Um einen neuen Kühler wirst Du nicht umhin kommen, der ist aber nicht billig...

Das mit dem Tankgeber kann auch ein älterer Standschaden sein. Auch hier einfach mal mit dem Ohmmeter mal prüfen... ;)

Gruß,

Hans-Jürgen

Käferthias
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Beitrag von Käferthias » 23.12.2009, 18:10

Die Zündspule hatte ich auch schon im Verdacht, den OT-Geber nicht. Wo liegt der? Irgendwo Richtung Getriebe?

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Beitrag von R17 » 23.12.2009, 18:47

Hallo, Matthias

Lies Dir mal bitte meinen Beitrag "Startproblem B29F" unter "Technik" durch.
Das Startproblem hatte ich auch in kurzer Zeit zweimal an verschiedenen 25ern (beide V6), die mehrere Wochen gestanden hatten. Es war jedesmal der Verteiler, und zwar nicht die Kappe oder der Finger im eingebaut erreichbaren Bereich, sondern ich mußte jeweils den Finger ausbauen, von hinten und überall sauber- und trockenreiben bzw. habe ihn über Nacht im beheizten Raum liegen lassen, danach sprang er ohne zu murren an. Dieselben Teile sind heute noch drin, Standzeiten von mehreren Tagen machen ihm auch bei feuchtem Wetter nichts aus, es wird wohl erst ab mehreren Wochen kritisch.

Viele Erfolg
Ralf

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Beitrag von Käferthias » 23.12.2009, 21:52

Ich komme eben vom Auto, hab nochmal ein wenig rumgebastelt.
Das mit dem Verteiler hatte ich ja als erstes gemacht. Die Kappe war ab und trocken. Den Finger hab ich abgeschraubt. Die Spitze hab ich ein wenig blankgerubbelt, den Kontakt in der Mitte nur angeschaut und für gut befunden. Ich werds mir aber nochmal ganz genau ansehen, bei nächster Gelegenheit.

Jetzt habe ich zunächst mit abgesteckten Einspritzdüsen ewiglich georgelt, weil ich den Geruch von unverbranntem Benzin in der Nase hatte, beim Starten. Hat nichts gebracht.
Dann nochmal mit ausgebautem Leerlaufsteller die Luftmenge erhöht, nichts.
Dann eine Kerze raus - an Masse gehalten Funke da, blau, regelmässig getacktet.
Dann alle Kerzen abgesteckt. In einer stand etwas Wasser. Mit nem Taschentuch abgesaugt, das entsprechende Kabel versucht, so gut wie möglich zu trocknen - Startversuch -nix.
Dann hab ich 5 Kerzen (die unter der Ansaugung hab ich drin gelassen) abgeschraubt (waren Benzin-nass), gereinigt, den Motor leer drehen lassen, Kerzen wieder rein - Nix!

Jetzt bin ich doch etwas ratlos. Benzin ist ja wohl vorhanden. Funke auch. Aber er springt nicht, kein Mucks! Man merkt keinen Unterschied zwischen Orgeln mit oder ohne angesteckten Zündkerzen.

Ein paar Konkrete Fragen:

1.Zum OT-Geber: Wenn der ausgefallen ist, wird kein Benzin eingesprizt, richtig? Ich konnte ihn heute nicht finden weil dunkel. Kommt man an den von Oben ran? Er müsste doch irgendwo am Getriebe sein...

2.Zum Verteiler: Wie ist die Korrekte Reihenfolge der Zündkerzenstecker?

3.Was macht diese Unterdruckdose, die am "Anfang" der Benzinleitung eingebaut ist?

4.Wenn ich den Zündschlüssel umdrehe, aber nicht starte, höre ich so ein Zischen von unterm Auto raus. Was ist das? Benzinpumpe?

leicht genervte Grüsse
Matthias
Zuletzt geändert von Käferthias am 23.12.2009, 22:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von losangedor » 24.12.2009, 00:43

Hallo Matthias,

bei meinem V6 war jetzt schon zweimal das Zündmodul defekt, bei meinem alten V6 mehrfach der OT-Geber - ich habe allerdings immer nur Gebrauchtteile montiert, daher vielleicht auch die häufigen Ausfälle... ;)

Wenn ein regelmäßiger Zündfunke da ist, dann ist eigentlich der OT-Geber und das Zündmodul in Ordnung. Der OT-Geber sitzt übrigens fahrerseitig am Getriebe unter einem kleinen Abdeckblech und ist thermisch recht hoch belastet und geht daher öfter mal kaputt - aber dafür man kommt an Ihn sehr gut ran!

Ich hatte ein ähnliches Problem mal bei einem 4-Zylinder (kein 25er, aber Renaultmotor). Da durfte man auf keinen Fall das Gaspedal beim Starten treten - der Motor war dann sofort abgesoffen - nach zwei bis drei Stunden Wartezeit waren die Zündkerzen wieder trocken und der Motor sprang dann auch an. Da mein 25er (auch ein V6) am Besten anspringt, wenn man beim Starten einmal kurz auf das Gaspedal tritt, war das schon nervig... ;)

Mit neuen Zündkerzen war der Spuk dann vorbei. Ich würde jetzt einfach mal mit Starthilfespray/Bremsenreiniger etc. versuchen, den Motor zum Laufen zu bringen - und nach Möglichkeit neue Zündkerzen montieren.

Das "Zischen" beim Einschalten der Zündung ist in der Tat die Kraftstoffpumpe - wenn die Benzinpumpe nach kurzer Zeit aufhört zu laufen, dann ist auch besagte Unterdruckdose (ist übrigens am Ende der Leitung) in Ordnung - Systemdruck erreicht.

Gruß,

Hans-Jürgen

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Beitrag von Käferthias » 24.12.2009, 08:11

Das mit dem Gasgeben habe ich durchprobiert. Der Vorbesitzer hat zum Starten immer Vollgas gegeben. Er meinte, das wäre ihm so empfohlen worden. Ich habe beim Starten kein Gas gegeben, weil ich ja die vermutung hatte, dass er abgesoffen ist. Erst ganz am Schluss hab ich einmal kurz aufs Gas getreten. Hat aber auch nichts geändert.
Die Zündkerzen werde ich tauschen, denn die sind vermutlich noch original - das suggeriert zumindest die "Renault"-Aufschrift. Den Verteiler schau ich mir nochmal ganz genau an. Ich muss mal sehen, ob nicht zufällig der Verteiler von meinem XM passt, der sieht verdammt ähnlich aus und stammt aus einem BMW...
Meine Hoffnungen beruhen im Moment auf "zu schwacher Zündfunke". Weil zu sehen ist er ja. Und das alle Kerzen auf einmal defekt gehen, halte ich für unwahrscheinlich...

Kann man der Zündspule ihren Defekt irgendwie ansehen? Beim Xantia ist die immer rissig, in so einem Fall...

Das Benzinpumpengeräusch geht nach ein paar Sekunden wieder aus, hier also kein Fehler...

Weitere Erkenntnisse nach Weihnachten.
Zuletzt geändert von Käferthias am 24.12.2009, 08:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Käferthias » 26.12.2009, 10:39

Wenn ich eine andere Zündspule parobieren möchte, welche Autos haben die selben? Dann schau ich mal beim Schrotter vorbei...
Zuletzt geändert von Käferthias am 26.12.2009, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von losangedor » 26.12.2009, 13:00

...einfach mal die Suchfunktion benutzen, das Thema hatten wir letztens erst... ;)

Gruß,

Hans-Jürgen

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Beitrag von Käferthias » 27.12.2009, 18:07

Also vom Clio, Twingo R19 R21 - alle passen, wenn man den Stecker "anpasst", richtig? Muss ich auf bestimmte Baujahre achten?

Käferthias
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Beitrag von Käferthias » 28.12.2009, 18:52

Es gibt neues von der Front.
Wir haben den Wagen jetzt angeschleppt, der Motor sprang wiederwillig an und wollte auch gar nicht richtig an bleiben. Nachdem er dann doch irgendwann im Leerlauf lief, habe ich ihn warm werden lassen. Seitdem lief er motorseitig zufriedenstellend. Bin etwa 10km gefahren, dann abgestellt, 5 Stunden stehen lassen. Danach sprang der Motor immer noch an. Ich habe dann die Zündkerzen und den Verteilerfinger neu gekauft und gewechselt. Die Zündspule hab ich beim Teilespezi mal angefragt, er will 60 Euro für ne neue. Also nicht so tragisch. Die Verteilerkappe würde 100 Euro kosten - das tut schon eher weh...
Bin mal gespannt, ob er morgen früh noch anspringt.

Probleme sind allerdings weitere aufgetaucht. Wenn man in den niedrigen Gängen (1-3) stark Gas gibt, kommt so ein seltsam ratternd-röhrendes Geräusch von der linken Seite. Ich kann das Geräusch nicht recht beschreiben. Solange man nicht böse aufs Gas tritt, läuft der Wagen gut. (bis 130 zumindest - schneller hab ich nicht probiert.)
Wo könnte das herkommen? Ich meine, es wäre ein ratterndes durchrutschen. Kupplung? Aber das käme das Geräusch eher aus dem Mitteltunnel? Fragen über Fragen...

Naja und die Bremsflüssigkeit... muss man dringend tauschen. Hab ich noch nie gemacht. Wäre super, wenn mir jemand Tipps dazu geben könnte.

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Beitrag von losangedor » 29.12.2009, 08:17

... ja, die Verteilerkappe ist wirklich teuer - ist halt von Bosch und nur für exclusive Fahrzeuge... 8)

In Sachen Zündmodul habe ich bisher immer eins vom Schrott oder aus der Bucht genommen, kosten da zwischen 5,- und 10,- Euro.

Könnte das Geräusch auch vom Auspuff kommen?

Fahre bitte zum Wechseln der Bremsflüssigkeit in eine Werkstatt oder zu einem Kfz-Mechaniker mit entsprechendem Equipment. Bei der Bremse hört für mich der Spaß auf, hier sollte man Wissen, was man selber kann und was nicht...

Gruß,

Hans-Jürgen

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Beitrag von Käferthias » 29.12.2009, 14:51

Auspuff könnte irgendwie sein. Womöglich der nachgerüstete Oxi-Kat. Muss ich mal drunter gucken. Aber bei dem Mistwetter da drausen... Das verschieb ich mal...

Jetzt will ich mich noch um die elektrischen Kleinigkeiten kümmern. Die Tanknadel führt ja ein Wackelkontakt-Eigenleben. Ebenso die Temperaturanzeige. Die ganze Anzeige links mit der Uhr ist dunkel.

Jetzt frage ich mich, wo der Tankgeber ist und ob dieses Ding, dass vorne Mittig am Thermostatgehäuse eingeschraubt ist, der Thermofühler für die Anzeige ist. Wie man die Anzeige ausbaut werde ich schon rausfinden. Da sind vermutlich irgendwelche Birnchen durchgebrannt.
Zuletzt geändert von Käferthias am 29.12.2009, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.

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